Kontakt    

 

Unterwegs nach Santiago de Compostella

Eine Pilgerreise

Einer uralten Legende nach wurde das Grab des Apostels Jakobus zu Anfang des 9. Jahrhunderts im Nordwesten Spaniens entdeckt. Der Leichnam wurde angeblich von seiner Hinrichtungsstätte in Jerusalem auf dem Seewege zum damals vermuteten Ende der Welt gebracht und dann ins Landesinnere transportiert, dorthin, wo sich heute Santiago de Compostela befindet. Dort wurde er begraben.

Die Herrscher von Asturien und León machten den Apostel zu ihrem Schutzheiligen und hofften auf geistigen Beistand für die zahlreichen Schlachten, die sie führten. Die Verehrung des Jakobus war zunächst nur auf Kantabrien begrenzt, doch wenig später, mit zunehmender Christianisierung Nordspaniens, tauchten die ersten Pilger auf. Im 11. und 12. Jh. entwickelte sich dann unter dem Einfluss der Reconquista langsam die Pilgertradition, die bis heute anhält.

Die um 1075 errichtete romanische Kathedrale auf dem Apostelgrab sowie die Einrichtung besonderer Gnadenjahre (Heilige Jahre), die einen Ablass aller Sünden ermöglichten, führten im 15. Jahrhundert zu einer Zunahme des Pilgerwesens und Ausweitung der Pilgerwege bis Skandinavien und Osteuropa.

Gleich zwei Jakobswege werden wir bei dieser Pilgerreise kennen lernen:

Zum einen den durch Hape Kerkeling berühmt gewordenen „Camino Frances“ und zum anderen den „Camino Ingles“.  Den bekanntesten von ihnen, gehen wir allerdings an einer Stelle, die den meisten Pilgern unbekannt bleibt: Wir beginnen ihn in den französischen Pyrenäen und wandern in drei Etappen bis Pamplona. Dort verlassen wir ihn und begeben uns zum Startpunkt des „Camino Ingles“, nach Ferrol. Von dort aus wandern wir einen der unbekannteren und dadurch wesentlich weniger stark frequentierten Jakobswege bis Santiago. Dort bleiben wir zwei Tage, um sowohl eine Messe in der Kathedrale, als auch das „Cap Finisterre“, das Ende der Welt zu besuchen. Außerdem bleibt noch genügend Zeit, um die berühmte Stadt zu erkunden und das Treiben der Pilger zu erleben.

Wer sich ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln möchte, sich selbst besser und andere Menschen neu kennenlernen will, kann es auf diese Weise  ohne Marschgepäck (wird von den Begleitfahrzeugen transportiert) mit Netz und doppeltem Boden (falls man eine Etappe WIRKLICH nicht schafft), mit reservierten Schlafplätzen (vom 100-Personen-Schlafsaal bis zum Hotel), ohne Angst vor sprachlichen Barrieren, schweigend alleine oder sich austauschend, einfach ausprobieren.

Vielleicht hätten wir unsere 17-tägige Fahrt „Pilgern light“ oder „Pilgern für Einsteiger“ nennen sollen. Schließlich wandern wir „nur“ rund 200 km – in einer Kleingruppe (13 Pers.) – mit Begleitfahrzeug! Aber genau darin liegt auch die Chance. Wir können uns der Herausforderung, die das Pilgern darstellt, in unterschiedlichem, individuellem Maße stellen. Allerdings sollte man auch in unserem Fall eine gute Grundkonstitution besitzen.

Weitere Informationen: Siehe Reiseausschreibung (Flyer)

Eine Kooperation mit der Ev. Ref. Kirchengemeinde Netphen.  

 

Termin:

7. September bis 23.September 2018

Leitung:

Nicole Schmallenbach,

Pfr. Lothar Schulte

 

 

Kosten: 1095,00 Euro pro Person

Im Reisepreis inbegriffen:

16 Übernachtungen mit Frühstück in Hotels, Pensionen und Herbergen unterschiedlichster Kategorie,

Transportkosten / Kleinbusse, Mautgebühren und Pilgernachweis.

Nähere Angaben zu den Reisebedingungen: Siehe Flyer.

 

 

Anmeldung:

Pfr. Lothar Schulte, Lahnstraße 69, 57250 Netphen, Tel. 02738-4200

oder:

Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen

Burgstraße 21, 57072 Siegen

heike.dreisbach@kirchenkreis-siegen.de

Tel. 0271 - 5004 275