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200 Jahre Ev. Kirchenkreis Siegen


 

Die Kirchenordnung von 1953

 

GRUNDARTIKEL

I.

1 Die Evangelische Kirche von Westfalen ist gegründet auf das Evangelium von Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Worte Gottes, dem gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Heiland, der das Haupt seiner Gemeinde und allein der Herr ist.

2 Das prophetische und apostolische Zeugnis der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes ist in ihr die alleinige und vollkommene Richtschnur des Glaubens, der Lehre und des Lebens.

3 Darum gilt in ihr die Lehre von der Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnaden durch den Glauben.

II.

1 Auf diesem Grunde sind in der Evangelischen Kirche von Westfalen evangelisch-luthe-rische, evangelisch-reformierte und evangelisch-unierte Gemeinden in Verantwortung vor ihrem Bekenntnisstand in einer Kirche verbunden, die gerufen ist, Jesus Christus einmütig zu bezeugen und seiner Sendung in die Welt gehorsam zu sein.

 

Auf diesen Grundsätzen ist die westfälische Kirchenordnung vom 1. Dezember 1953 entstanden. Sie ist in vielerlei Hinsicht besonders. Zum einen ist sie die bis heute geltende Kirchenordnung der Westfälischen Landeskirche,  zum anderen hat sie für die endgültige Etablierung des „Kirchenkreis-Modells“ eine weitreichende Bedeutung. Dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass erst die Kirchenordnung von 1953 durchgehend von „Kirchenkreisen“ spricht. Die vorher gebräuchlichen Begriffe wie „Diözese“ oder „Kreissynode“ werden nun nicht mehr benutzt. Hierin wird ebenfalls deutlich, dass der „Kirchenkreis“ nun auch vom Begriff her ein politisch-rechtliches Konzept geworden ist, das weniger theologisch aufgeladen ist als die Begriffe „Diözese“ und „Kreis-Synode“.

Die 1818 festgesetzte „Rechtsgestalt“ der damaligen „Kreissynoden“ manifestierte sich jetzt in der Begrifflichkeit des „Kirchenkreises“ selbst. Der Kirchenkreis ist die „kirchliche Mittelebene“ zwischen den einzelnen Kirchengemeinden und der Landeskirche. Ihm obliegt nicht nur die theologische Aufsicht über die Kirchengemeinden, sondern auch die Verwaltungsaufgabe kreiskirchlicher Belange. Er verhält sich gegenüber den Kirchengemeinden und gegenüber der Landeskirche gleichermaßen und versteht sich dabei als „Dienstgemeinschaft“.

Innerhalb der westfälischen Landeskirche ist somit 1953 eine allgemeingültige Definition dessen entstanden, was der „Kirchenkreis“ sein soll und auch, was nicht.

Siegel des Ev. Kirchenkreises Siegen

 

Für den Kirchenkreis Siegen ist deshalb folgendes Leitbild ermittelt worden:

Der Kirchenkreis Siegen ist evangelische Kirche in der Region Siegen und Olpe.

Er lebt als Gemeinschaft der Gemeinden und ihrer Einrichtungen, Referate, Dienste und Verwaltung. Dies entspricht dem Verständnis von Gemeinde, wie es in 1. Kor 12, 4-6 beschrieben wird:

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen!“

 

Wir glauben, dass Jesus Christus, in dem Gott uns in seiner Menschenfreundlichkeit begegnet, uns als Kirche sammelt, schützt, erhält und sendet. Diesen Glauben wollen wir als evangelische Christinnen und Christen im Siegerland und in Olpe in Wort und Leben bezeugen. Wir arbeiten dafür, dass Menschen diesen Glauben erfahren können.

mmü