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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Das Evangelische Gymnasium in Siegen-Weidenau
Seit einem Jahr heißt es:
Lernen in besonderen Zeiten!

08.03.2021 09:49

Das Evangelische Gymnasium (Evau) ist verankert in der Region und durch viele Partnerschaften vernetzt in der Welt. Es stellt den ganzheitlichen Menschen in den Mittelpunkt. Gemeinschaftliches Leben und Lernen fordert und fördert die Schülerinnen und Schüler des Evaus.


Lernen wird gesellschaftlich verstanden als bildungspolitische Aufgabe. Das Evau ergänzt seinen Auftrag und versteht Lehren und Lernen als Grundlage für ein verantwortungsvolles Handeln und Leben miteinander. Die Würde des Einzelnen und die Achtung der Mitwelt basieren auf dem Fundament des Evangeliums, wie der Name der Schule es sichtbar macht.

 
Der Wunsch miteinander in Gemeinschaft zu lernen steht im Widerspruch zu Lockdown und den damit einhergehenden Schulschließungen. Wie kann dies mit rund 750 Schülerinnen und Schülern in einem Schuljahr der Pandemie gestaltet werden? Nach den Sommerferien kamen allein mehr als 100 Schülerinnen und Schüler in die Sekundar- und Oberstufe hinzu und neun Referendarinnen und Referendare starteten in den praktischen Schulalltag. Die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2021/2022  sind sehr hoch, so dass wie im Vorjahr nicht alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden können. Im Mai werden weitere sieben junge Menschen ihr Referendariat am Evau beginnen.


Ein pädagogischer Schwerpunkt des Evaus war und ist das projektorientierte und fächerverbindende Arbeiten. So entwickelte das  Evau in 2020 bis zu den Sommerferien ein neues Projekt: „Evau – inmediasres“ – so der Name! Das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler sollte gestärkt werden. Aufgabe der Klassen war es, ihre persönlichen Empfindungen und Erlebnisse während der „Corona-Zeit“ zu reflektieren und sich eigenständig zu überlegen, auf welche Weise sie die Ergebnisse präsentieren könnten. Die Schülerinnen und Schüler verfassten Videoclips, erstellten ein Padlet, drehten Filme. Die Präsentationen zeigten, wie die Schülerinnen und Schüler sich mit ihrer eigenen Gefühlswelt auseinander setzen und was sie aktiv tun können gegen Einsamkeit und Isolation.  In einem weiteren Projekt entwickelten die Schülerschaft  und das Kollegium zusammen mit Klassensprechern und Klassenlehren die „Evau Lockdown Grußbotschaft“,  zu sehen auf der Homepage des Evaus!

 

Siegerehrung Projekt "Evau - inmediasres"

 

Dank guter technischer Ausstattung und großer Vorarbeit noch vor Corona waren die Durchführungen von Videokonferenzen gut umsetzbar. Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer fanden stand. Ein Lehrer bot unterstützend die „Techniksprechstunde“ für die gesamte Schulgemeinschaft an. Das Evau profitiert von regelmäßigen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern und den Eltern. Als ein wahrer Schatz gilt nach wie vor der freundliche Ton, „die Netiquette“ der digitalen Kommunikation. Die gelungene und gute Gremienarbeit in der Entscheidung für das Hybridmodell war und ist ein entscheidender Schritt für den gegenwärtigen und zukunftsorientierten Schulalltag. Das Gremium bestehend aus Leitungsteam und Schulentwicklungsgruppe mit Schülern, Lehrern, Eltern und Schulleiterin hat sich unter dem Aspekt zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit und zum Schutz von Leib und Leben für die Umsetzung des Hybridunterrichts entschieden und der Schulträger hat dem zugestimmt. In der Umsetzung heißt das: Eine Hälfte der Lerngruppe befindet sich im Schulgebäude, die andere ist zu Hause und wird zugeschaltet. Früher als bei anderen Schulen war dies durch die private Trägerschaft des Evaus möglich. Ein großes Glück in der Pandemie!

 
Das Evau hat mit Engagement und Solidarität soziale Kompetenzen gestärkt und digitales Lernen bestmöglich gestaltet. Der gelebte christliche Glaube spiegelt sich in der Schulgemeinschaft wieder. Auf all das dürfen die Schüler, Lehrer und Eltern stolz sein!


Lernen in Präsenz, Unterricht und Begegnung in den Klassenräumen, einen „normalen“ Schulalltag, das wünschen wir dem Evau. Schulleiterin, Beate Brinkmann, überschreibt ihre Hoffnung mit den Worten aus 2. Timotheus 1, 7 „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Halten wir mit einander und  füreinander an diesem Zuspruch fest.

 

Text: Kerstin König


Bild: Eingang Evangelisches Gymnasium, Siegerehrung Projekt "Evau - inmediasres"

Fotos: Evau

 


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