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Bonn – ein lohnenswerter Ausflug

Nach mehrmaliger Terminverschiebung war es endlich so weit: Auf Einladung des synodalen Frauenausschusses im Kirchenkreis Siegen startete am 3. Juli 2021 eine Gruppe von Frauen und fuhr mit der Bahn nach Bonn. Dort wurden sie von der Historikerin Ulrike Just erwartet, die einen Rundgang über den Alten Friedhof in Bonn leitete. Viele bekannte Persönlichkeiten haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Außerdem befindet sich dort eine wunderbare Parkanlage.

Frau Just berichtet auf dem Alten Friedhof Bonn über die geschichte berühmter Frauen der Stadt.

Der Schwerpunkt der Führung lag auf den Gräbern berühmter Frauen, deren Schicksal Frau Just ihrem Auditorium sehr anschaulich nahebrachte. So ist die Mutter von Ludwig van Beethoven dort begraben, ihr Grab ziert eine liebevollen Widmung ihres berühmten Sohnes. Eindrucksvoll ist auch das Grabmal für Robert und Clara Schumann, das letztere nach dem Tod ihres Ehegatten bauen ließ. Deutlich wurden die Schwierigkeiten, die Frauen hatten, ein eigenständiges Leben ohne Ehemann oder Vater zu führen. Es war nahezu ausgeschlossen.

Nach diesem informativen Besuch war Zeit für eine erholsame Pause in einem Café in der Altstadt. Danach teilte sich die Gruppe auf, und viele Frauen gingen mit in das Frauenmuseum, das in diesem Jahr schon sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Die Frauengruppe vor dem Frauenmuseum in Bonn.

Eindrücklich war dort die beiden Ausstellungen „Göttinnen im Rheinland“ und „Langeweile im Paradies“. Außerdem erlebte die Gruppe eine spontane Führung in der Gertrudis-Kapelle. Ein Raum im Museum wurde mit Exponaten der im Krieg zerstörten Kapelle ausgestattet und wird gelegentlich auch für besondere Gottesdienste genutzt. Mit vielen guten Eindrücken kamen die Frauen am frühen Abend ins Siegerland zurück. (Text: Gerhild Jung, Foto: privat)

Pilgern auf dem Kultur-Flecken-Weg in Freudenberg
 

Die Pilgergruppe in Freudenberg

Am 12. Juni konnte der synodale Frauenausschuss des Kirchenkreises Siegen endlich den vorgesehenen Pilgerweg auf dem Kultur-Flecken-Weg durchführen, einen Monat später als ursprünglich geplant. Etliche Teilnehmerinnen nahmen das Angebot wahr, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Freudenberg zu fahren, wo die anderen schon auf sie warteten.

Zunächst führte der Weg in die katholische Kirche in Freudenberg – die evangelische wird zur Zeit renoviert. In der katholischen Kirche stimmte zunächst eine kurze Andacht die Frauen auf den Weg ein.

Dann wurde der Weg unter die Füße genommen. Alle Frauen ließen sich viel Zeit, die ausgestellten Kunstwerke zu betrachten. Diese stießen auf viel Begeisterung und gaben unterschiedlichen Interpretationen Raum. Dabei wirkte die Verbindung von Kunst und Natur besonders intensiv.

Nach einer längeren Picknickpause machte sich die Gruppe erneut auf den Weg und erfreute sich, dass der Wald so vielfältig und gesund schien. Sehr bereichernd waren die vielen Gespräche, welche die Teilnehmerinnen während des Weges führten. Der Tag klang in Freudenberg bei einer Einkehr aus und alle waren froh, dass eine solche Veranstaltung wieder möglich war.

Gerhild Jung

Workshop „Frauen die alleine leben“

Am Donnerstag, dem 22.07.21 fand im Gemeindesaal der Nikolaikirche der Workshop „Frauen die alleine leben“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Frauenausschuss des Kirchenkreises Siegen organisiert und fand in Kooperation mit dem Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfen statt.


Frau Belthle-Drury, von der evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hat uns durch den Abend geführt.
Nach einer Begrüßung und Vorstellungsrunde gab’s erst mal ein paar statistische Zahlen um einen Eindruck über den gesellschaftlichen Kontext zu bekommen.
Sehr interessant wurde es dann, als es an den biblischen Teil ging. Alleinlebende Frauen in der Bibel. Erst einmal allgemein,
dann haben wir die Rolle der Witwen genauer betrachtet:
Deren Definition, Stellung und Bedeutung in der damaligen Gesellschaft.
Im Gruppenaustausch fanden interessante Gespräche statt.
Zum Abschluss kam es noch zu einem Austausch darüber,
was „Alleinsein“ heute bedeutet.
Welchen Stellenwert die Frauen heute haben.
Was daran schön ist oder sein kann und wie Frau alleine glücklich sein kann.
Rundum ein interessanter und gelungener Abend.

(D. Schäfer)

Frauen der Vergangenheit locken Frauen der Gegenwart ins Obere Schloss

10 Glückliche Gesichter bei der Führung vor dem Kräutergarten im Schlosspark

Am letzten Samstag im Juli, also dem 31.07.2021, hatte der synodale Frauenausschuss des Ev. Kirchekrieses Siegen zur Führung durchs Obere Schloss eingeladen.

Ursprünglich hatte der Frauenausschuss bereits im Jahr 2020 diese Führung angeboten, musste sie aber leider absagen und ins Jahr 2021 verschieben, da der Termin leider genau mit den steigenden Corona-Zahlen des letzten Jahres zusammenfiel.

Frau Mattey erklärt, was es mit dem Kräutergarten auf sich hat.

Bedingt durch die aktuellen Corona-Regeln konnten leider nur 10 Frauen an dem Termin teilnehmen und den Ausführungen der kundigen Leiterin, Frau Mattey, folgen.

Um so froher waren die Teilehmerinnen darüber, dass die Veranstaltung nach einer weiteren Verschiebung überhaupt statt finden durfte.

 

Ausflug nach Frankfurt

An einem sonnigen Augustwochenende folgten 20 Frauen der Einladung des synodalen Ausschusses und starteten vom Bahnhof Siegen aus nach Frankfurt.

Das erste Ziel war das jüdische Museum in Frankfurt, das seine Objekte in einem neuen Gebäude neben dem Rothschild Palais präsentierte.

Beeindruckend war schon die Skulptur vor dem Museum, zwei in Aluminium gegossene Bäume, wobei der zweite Baum mit seinen Zweigen auf dem unteren ruht und seine Wurzeln in den Himmel ragen. Die Skulptur stammt von Ariel Schlesinger und ist ohne Titel – sie gibt vielfältigen Interpretationen Raum.

Im Museum wurden 2 Führungen angeboten, die unterschiedliche Schwerpunkte setzten. In der einen erfuhren die Frauen viel über das Leben Frankfurter Juden, in der anderen wurden die religiösen Riten im Judentum anschaulich dargestellt. Da lag der Schwerpunkt auf der Feier des Sabbats, der ein wöchentliches Fest in der jüdischen Familie darstellt.

Nach diesem interessanten und informativen Teil ging es ans Mainufer, wo die Gruppe in einem Biergarten eine erholsame Mittagspause einlegte.

Danach gelangten die Frauen zum Römer. Dort kehrten sie in der Nikolaikirche ein, eine der ältesten Kirchen in Frankfurt, und genossen die Kühle des Raums an einem sehr warmen Sommertag. Anschließend gab es die Gelegenheit, in kleinen Gruppen die neue Altstadt zu besichtigen, in einem Café einzukehren und anderes mehr.
Am Abend trafen sich die Frauen nach einem erlebnisreichen Tag in Frankfurt, um die Heimreise anzutreten.

(Bericht: G. Jung)